Jüdisches Leben allgemein
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Sophie und Max Rosenfeld

Sophie Rosenfeld wurde am 14. Mai 1904 in Crailsheim geboren und Max Rosenfeld am 11. Januar und führte den Haushalt ihres jüngeren Bruders Max und half im Geschäft des Vaters mit. Am 14. Juni 1930 brachte sie ihren Sohn Manfred zur Welt. Schon kurz nach der Machtergreifung wurden die Folgen der "Krise" für die Rosenfelds spürbar. Die Familie wurde auf der Straße von jugendlichen angepöbelt und mit Steinen beworfen. Außerdem wurde das Haus der Rosenfelds in der Reichskristallnacht beschädigt und demoliert. Sophie und Max wurden am 1. Dezember 1941 von Stuttgart aus Riga deportiert und kamen von dort aus ins Lager Jungfernhof. Dieses Lager bestand aus mehreren alten Scheunen mit eingestürzten Dächern und ohne funktionierende Türen. Die Temperatur in diesen Todesbaracken sank während des strengen Winters 1941/1942 beinahe so stark wie im Freien ab. Ein Großteil der Menschen überlebte das -30 bis -40 Grad kalte Wetter nicht. Täglich wurden die steifgefrorenen Leichen der Insassen aus den Kojen geholt und vor den Hütten aufgestapelt. Auch Sophie überlebte diese Tortur nicht lange und starb noch Ende 1941. Allerdings wurde ihr Bruder Max noch kurze Zeit später als Mitglied eines Arbeitskommandos jüdischer Häftlinge gesehen. Es ist unklar wann und wo er genau gestorben ist.