Jüdisches Leben allgemein
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Albert Stein

Albert Stein wurde 1879 in Crailsheim geboren und besaß später eine Eisenwarenhandlung in der Wilhelmstraße. Er kämpfte im ersten Weltkrieg und gehörte später zu den größten und beliebtesten Kaufleuten der Stadt. Er heiratete Hedwig Kaufmann. Zwischen Albert und seinen Brüder Adolf und Samuel entstand ein wenig Konkurrenzdruck, da sie ähnliche Waren wie er verkauften, doch es blieb immer freundschaftlich zwischen ihnen. Albert war sehr angesehen und erhielt 1929 das Feuerwehrverdienstehrenabzeichen. Er hatte drei Söhne Paul, Theodor und Arthur. Doch als die Nationalsozialsozialisten an die Macht kamen verschlechterte sich seine Lage schlagartig. Er und seine Familie spürten wie jeder andere jüdische Person in Deutschland die gesellschaftliche Ausgrenzung. Weiterhin erschwerten der Boykott von 1933 und die wirtschaftlichen Sanktionen gegen die jüdische Bevölkerung es ihm, sein Geschäft weiterzuführen. 1935 musste er den Eisenwarenladen aufgeben und zog mit seiner Frau und einem seiner Söhne, Theodor Stein nach Stuttgart und arbeitet dort als Bauarbeiter. Albert Stein musste dabei helfen, die Stuttgarter Synagoge abzureißen. Sein anderer Sohn Paul Stein schaffte es mit seiner zukünftigen Frau Else Oppenheim, welche schon selber mit den Nazis aneinandergeraten war und fast ertränkt wurde, nach Palästina auszuwandern, wo er sein Leben als Maler weiterführte. Sein Sohn Theodor Stein entschied sich dazu gezwungener Maßen nach Argentinien zu fliehen, da er sich in Gegenwart der falschen Leute über Hermann Göring lustig gemacht hat. Ihm wurde klar, dass ihn die SS ohne wirklichen Gerichtsprozess verhaften und bestrafen würde und um dem zu entgehen, blieb Theodor Stein nur die Flucht. Er baute sich in Argentinien ein kleines Elektrogeschäft auf und schaffte es 1941 seinen Eltern die Flucht aus Deutschland nach Argentinien zu ermöglichen. Arthur emigrierte 1938 nach Palästina.