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Die Synagoge

Frühere Synagoge: In Crailsheim gab es zunächst keine Synagoge, sondern nur einen Betsaal. Dieser ist durch eine Quelle aus dem Jahre 1738 belegt. In diesem traf sich die jüdische Gemeinde zu Gottesdiensten und zu Veranstaltungen. Das Gebäude stand in der heutigen Ringegasse 1, Crailsheim.

Neubau: Die Zahl der Juden in Crailsheim stieg Ende des 17.Jahrhunderts rasant an, deshalb forderte die jüdische Gemeinde einen Neubau der Synagoge. Anschließend wurde im Jahr 1783 eine neue Synagoge in der Küfergasse gebaut, welche im Jahr 1863 nochmal umgebaut wurde. In der Synagoge wurden quasi extra "zwei Räume" gebaut, damit man beim Gottesdienst Frauen und Männer trennen konnte. Die jüdische Gemeinde in Crailsheim war zu dieser Zeit sehr modern, das hat man zum Beispiel durch die in der Synagoge stehende Orgel gesehen (Im "strengen" Judentum ist eine Orgel in der Synagoge verboten). Da die Synagoge in der Küfergasse 9 nicht reichte, wurde das Nachbargebäude in der Küfergasse 7 genutzt. Was in der Nacht am 9.November 1938 in Crailsheim passierte, ist heute noch unklar. Die Synagoge in Crailsheim anzuzünden war nicht möglich, da die Häuser in der Küfergasse sehr dicht beieinander standen. Jedoch war es den Nazis möglich, die Innenräume zu plündern. Danach stand die Synagoge leer. Im Mai 1940 wurde entschieden, die Synagoge abzureißen, jedoch waren noch einige wenige Juden in Crailsheim gegen das Abreißen der Synagoge. Im Jahr 1945 wurde die Synagoge in der Küfergasse endgültig kriegszerstört.